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UNESCO-Welterbe Schweizer
Alpen Jungfrau-Aletsch
- Handeln mit Weitblick
Zwischen beeindruckenden Bergriesen und
kilometerlangen Gletschern erstreckt sich das UNESCO
Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau Aletsch. Es eröffnet
Ihnen Ausblicke und Tiefblicke in das grösste zusammenhängende
Gletschersystem der Alpen.
Weitblick zahlt sich aus! Die Vision des
UNESCO Welterbes ist es, durch nachhaltiges Handeln
das Gebiet in seiner gesamten Vielfalt zu erhalten.
Die Herausforderung der Zukunft nennt sich dabei Klimaerwärmung.
Sie trägt dazu bei, dass sich die Gletscher in
rasantem Tempo zurückziehen und die Landschaft
unwiderruflich verändert.
Jeder einzelne, auch Sie als Gast im UNESCO
Welterbe, tragen Mitverantwortung, die herausragende
Schönheit des Welterbes zu bewahren.
Die Welterbestätte Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch
umfasst das grösste zusammenhängende vergletscherte
Gebiet Eurasiens mit Eiger, Mönch und Jungfrau
sowie dem grossen Aletschgletscher. Sie repräsentiert
das Herz der Alpen und erstreckt sich auf über
824 Quadratkilometern. Als eine der spektakulärstenHochgebirgslandschaften
der Welt ist dieses Welterbe ein hervorragendes Beispiel
für die Entstehung der Gebirge und Gletscher.
Eindrücklich zeigen sich hier auch die Folgen des
Klimawandels.
Das Gebiet rund um die Jungfrau, den Grossen
Aletschgletscher und das Bietschhorn wurde aufgrund
seiner Einzigartigkeit, Vielfalt und Schönheit
im Jahr 2001 von der UNESCO in die Liste der Welterbe
aufgenommen. Dieser hochwertige alpine Raum erreicht
dadurch einen so hohen Stellenwert, dass er von der
Staatengemeinschaft - über 180 Nationen - in den
universellen Kontext der Geschichte der gesamten Menschheit
gestellt wird.
Das Gebiet Jungfrau-Aletsch umfasst das grösste
zusammenhängende Gletschersystem der Alpen und
beeindruckende Bergketten mit alpinem und subalpinem
Charakter. Dieser Naturraum ist ein herausragendes Zeugnis
der alpinen Gebirgsbildung und bedeutender Abschnitte
der Gletschergeschichte. Die Gletscher haben diese Landschaft
von herausragender Schönheit und Vielfalt nachhaltig
geprägt. Hier erhalten Sie Einblick in die Entstehungsgeschichte
der Alpen und die ungeheuren Naturgewalten, die hier
wirkten.
Der Lebensraum im Welterbe-Gebiet zeichnet sich durch
imponierende ökologische und kulturelle Werte aus.
Er ist geprägt von faszinierenden Kontrasten. Blumenreiche
Alpwiesen, dunkle Wälder, zerschrundene Gletscherströme
und firngleissende Gipfel liegen nahe beieinander.
Auf kurzer Distanz finden sich jeweils unterschiedlichste
Vegetationsformen. Während die Felssteppen an den
Südhängen des Rohnetals mediterranen Charakter
aufweist, beeindruckt die Nordseite des Alpenkamms im
Berner Oberland mit spektakulären Höhenunterschieden.
Jungfrau
Die Jungfrau mit Eiger und Mönch gilt als eines
der bekanntesten Dreigestirne weltweit. Das steil über
dem Talgrund aufsteigende Gebirgsmassiv von Eiger, Mönch
und Jungfrau fasziniert schon seit Jahrhunderten die
Menschen und bereitete so auch dem alpinen Tourismus
den Boden. Die Eiger-Nordwand gilt als eine der ganz
großen alpinistischen Herauforderungen.
Seit vor gut 90 Jahren die Zahnradbahn auf das Jungfraujoch
gebaut wurde, haben Millionen von Touristen die mit
3500 m ü. N.N. höchstgelegene Bahnstation
Europas besucht. Wahrzeichen des Jungfraujoches ist
die Sphinx, das Observatorium, das vielfältigen
Forschungsprojekten zwischen Himmel und Erde eine Heimat
bietet. Unter ihrer gläsernen Kuppel liegt auch
die höchstgelegene Wetterstation Europas.
Die Eiger-Mönch-Jungfrau-Region ist mit ihren zahlreichen
Schneefeldern zugleich die Wiege des Grossen Aletschgletschers.
Nachdem die Massen von Schnee zu Eis geworden sind,
fliessen sie am Konkordiaplatz zusammen, um aus ihren
Seitenmoränen die berühmten zwei Mittelstreifen
auf dem Gletscher zu formen
Aletsch
- der längste Gletscher der Alpen
Er ist der gewaltigste Gletscher der Schweizer Alpen:
Der Aletsch, ein eisiger Gigant. Anders als in den übrigen
Alpen, steht man als Betrachter oberhalb des Gletschers
und schaut auf das riesige Eismeer hinunter.
Beeindruckend ist aber auch seine Länge: Mit rund
23 Kilometern ist der Aletschgletscher der längste
Eisstrom der Alpen. Das Einzugsgebiet liegt, wie bereits
vorgängig erwähnt, in der Jungfrauregion auf
über 4000 m ü. M., das Gletschertor rund 2500
Meter tiefer in der Massaschlucht.
Der ganze Eisstrom hat eine Oberfläche
von 86 Quadratkilometern; allein der Konkordiaplatz
wäre genügend gross, um darauf eine mittlere
Schweizer Stadt in der Grösse von Chur oder Bellinzona
aufzubauen! Die Eisdecke ist dort 900 m dick.
Das Gewicht des gesamten Eises wurde mit 27 Milliarden
Tonnen berechnet, das entspricht dem Gewicht von 72,5
Millionen Jumbo-Jets! Könnte man das gesamte Eis
abtauen, dann würde das Schmelzwasser reichen,
um jeden Menschen auf der Erde während sechs Jahren
jeden Tag mit einem Liter Wasser zu versorgen.
Bietschhorn
Wie die Finger einer Hand laufen an der Südseite
des Bietschhorns zahlreiche Täler wie das Bietschtal
oder das Baltschiedertal von der alpinen Stufe hinab
bis in das mediterran geprägte Rhonetal, während
im Norden das Lötschental die Grenze des Bietschhorn-Massives
bildet. An den sonnigen, aber sehr trockenen Talhängen
war Landwirtschaft über viele Jahrhunderte nur
möglich, indem gewagte Wasserleitungen durch steile
Hänge gebaut wurden, um die Wiesen zu bewässern.
Einen Hauch von Exotik verleiht auch das häufige
Vorkommen der Smaragdeidechse dem heissen Steppenrasen.
Nur wenige Kilometer weiter prägt wie vor 20.000
Jahren das Eis der Gletscher die Landschaft. Die Nähe
solch gegensätzlicher Landschaften macht die Region
um das Bietschhorn so einmalig.
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